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Antiquitäten Moers

Georg Schomaker

Kunst- und
Antiquitätenhandel

Wir kaufen und verkaufen Antiquitäten in Moers und allen umliegenden Städten. Unser Einzugsgebiet für unseren Antiquitäten-Ankauf umfasst den gesamten Niederrhein Raum, das Ruhrgebiet und NRW.

Wir freuen uns auch auf Ihren Besuch in unserem Ladenlokal in Moers.

Antiquitätenhandel Schomaker
Bahnhofstr. 2-4
47447 Moers

Tel.: 02841 - 9997744

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Im Laufe ihrer Schaffensperiode entwarf Käthe Kruse über 15 Puppentypen, darüberhinaus auch zeitweilig Vitrinen- und Schaufensterpuppen (Einen Auszug stellen wir weiter unten vor!). Zu erkennen sind sie am typischen Namenzug „Käthe Kruse“ und einer laufenden Nummer auf der linken Fußsohle sowie der Schutzmarke am Handgelenk. Auf Grund der präzisen Verarbeitung und hohen Natürlichkeit erfreuen sich die Puppen auch heute noch großer Beliebtheit und erzielen hohe Preise. Für ein Ankauf-Angebot Ihrer Käthe-Kruse-Puppe kommen wir auch nach Düsseldorf, Neuss, Kaarst oder Meerbusch.

Die Erfolgsgeschichte der Puppen begann vor über 100 Jahren als die junge Mutter beschloss ihren Töchtern Puppen selbst zu nähen, da sie die damals handelsüblichen für alles andere als kind- und spielgerecht hielt. Doch wer war diese Frau, für die eine Puppe warm, weich und nicht zu leicht sein durfte? 

Sie wurde am 17. September 1883 in Breslau als Katharina Simon geboren und von ihrer Mutter alleine groß gezogen. Mit 16 Jahren beschloss die junge Käthe Schauspielerin zu werden und erhielt 1900 ihr erstes Engagement am Lessingtheater in Berlin, wo sie unter dem Künstlernamen „Hedda Somin“ zwei Jahre tätig war. 1902 lernte sie den 30 Jahre älteren Berliner Bildhauer und Bühnenbildner Max Kruse kennen und lieben. Nach der Geburt ihrer ersten gemeinsamen Tochter zog Käthe Kruse auf den Monte Verità westlich von Ascona (Schweiz), wo auch ihre zweite Tochter zur Welt kam. 1909 heiratete das Paar schließlich. Es folgten eine weitere Tochter und vier Söhne. Sie starb 85jährig am 19. Juli 1968. 

Anfänglich nur für die eigenen Töchter entworfen, eroberten die kindlichen und lebensnahen Puppen sehr schnell auch weitere Kinderzimmer im In- und Ausland und die häusliche Nähstube verwandelte sich innerhalb von acht Jahren in eine Werkstatt mit mehreren Angestellten. Auslöser war 1910 die Weihnachtsausstellung „Spielzeug aus eigener Hand“ im Berliner Warenhaus Hermann Tietz für die Kruse gebeten worden war einige ihrer selbst gebastelten Puppen auszustellen. Statt der liebeslädierten Puppen ihrer Kinder reichte sie neu angefertigte ein: das heute als „Froschhandpuppe“ bekannte Modell ließ einen privaten Auftrag dem anderen folgen. Der Versuch ihr Puppenmodell von der renommierten Firma Kämmer & Reinhardt zufrieden stellend anfertigen und vertreiben zu lassen scheiterte. Zwei Großaufträge aus den USA veranlassten schließlich die Kruses 1912 von Berlin nach Bad Kösen zu ziehen und dort eine Werkstatt einrichten zu lassen. Der Betrieb bestand bis zur Integrierung in die Volkseigenen Betriebe der DDR. Nach der Eingliederung in die V.E.B.-Werkstätten wurden bis 1967 noch in Bad Kösen Kruse-Puppen produziert, jedoch in einer geringeren Qualität. Sie sind mit „V.E.B. Bad Kösen a.d. Saale“ gekennzeichnet. Kruses Söhne, Michael und Max, hatten bereits Zweigniederlassungen in Bad Pyrmont und Donauwörth gegründet, wohin Kruse 1954 flüchtete. 1958 übergaben die Söhne Kruses die Leitung an ihre Schwester Hanne und deren Mann Heinz Adler. Die Manufaktur existiert noch heute, jedoch nicht mehr im Kruseschen Familienbesitz. 

Der erste „offizielle“ in einem Werkkatalog von 1913 angebotene Puppentyp war die „Puppe I“. Für die Gesichter suchte sich Kruse immer lebensnahe Vorbilder. Hier soll ein Puttenkopf des flämischen Bildhauers François Duquesnoy (1597 – 1643) Vorbild gestanden haben. Die Büste wurde mit Stoff überzogen und die dadurch entstandene Hülle mit Wachs ausgegossen und mit festem Nesselstoff gefüllt. Vereinzelte Nähte sicherten die Beibehaltung des Kinderprofil. Im Gegensatz zur „Froschhandpuppe“ kam „Puppe I“ jedoch mit weniger Nähten am Kopf und Körper aus. Weitere Merkmale für diesen frühen Puppentyp sind der mit Ölfarbe aufgetragene ovale Mund, die über die Stirn verlaufene geschwungene Haarsträhne und das nicht mehr vorhanden sein der Quernähte am Ellbogen und am Handgelenk. Die Finger sind länger und der Daumen angenäht. 

Während der Kriegjahre entwickelte Kruse ein Verfahren die Gliedmaßen und Gelenke von Puppen beweglich zu lassen. Diese Erfindung der Beweglichkeit übertrug sie von den Vitrinenpuppen (Soldaten- und Puppenhausfiguren) auf ihre 33cm große „Puppe II“ (Produktion von 1922 bis 1936), auch „Schlenkerchen“ genannt. Gleichzeitig entstand „Puppe III“ („Bambino“), die mit 20cm Höhe als Puppe für die Puppe dienen sollte. Der neue Puppentyp bestand aus einem aus biegsamen und festen Teilen bestehenden Skelett, welches dann mit Watte und Mullbinden umwickelt und mit einem Trikotstoff überzogen wurde. Bemalt wurde die Puppe wie zuvor mit Ölfarbe. 

Angepasst an die Größe und das Gewicht eines echten Säuglings (47cm groß, 3 1⁄2 Pfund schwer) wurde 1925 „Puppe V“, das „Träumerchen“, vorgestellt. Dieser Puppentyp entstand vorerst als Übungsmodell für Säuglingspflegekurse. Für Kinder wurde später eine etwas kleinere und leichtere Variante angefertigt, wahlweise auch mit wachen Augen (gekennzeichnet als „Puppe Vw“, genannt „Du mein“). „Puppe VI“ entsprach in Gewicht und Größe einem vier Wochen altem Baby (bis zu 65cm groß, 5 Pfund schwer). Diese beiden Modelle wurden anfänglich noch mit Fausthändchen angefertigt, ab 1928 waren die Finger ausgebildet. Teilweise tragen sie einen aufgestickten Bauchnabel und haben ein Poloch fürs Fieber messen. 

Ein Schaufensterauftrag für das Münchener Kaufhaus Oberpollinger im Jahr 1928 führte zu einer weiteren Erneuerung. „Puppe VIII“ oder das „Deutsche Kind“ zeigte ein drei bis vier Jahre altes Kind (ab August 1929 erhältlich). Hierfür stand auch erstmals eins ihrer eigenen Kinder Modell: Friedebalds Büste, angefertigt von Kruses Stiefschwiegersohn Igor von Jakimow, diente zur Vorlage des neuen Kinderkopfes. Neu war die Verwendung von Echt- und Mohairhaarperücken, die in kleinen Büscheln den gesamten Perückengrund durchzogen. Scheibengelenke saßen zwischen Bein und Rumpf, die Arme waren locker mit dem Oberkörper verbunden und leicht angewinkelt, die Knie nur minimal durchgedrückt. Die ersten Ausführungen des Puppentyps waren 48 cm groß und hatten einen Einbindekopf. Ab 1930 waren sie 52cm groß und hatte einen Drehkopf. Unterschiedliche Frisuren und Kleidungsstücke gaben den Puppen verschiedene Charaktere, was durch eine individuelle Namensvergabe von Seiten der Manufaktur unterstrichen wurde. So hieß das erste beworbene Puppenpärchen des Typen VIII „Friedebald“ und „Ilsebill“. Ab 1955 wurden die stoffüberzogenen Köpfe durch Tortulonköpfe, die die Firma „Schildkröt“ lieferte, ersetzt. Ab 1960/61 wurden dann Polysterolköpfe im Werk Donauwörth angefertigt und verwendet. 

Eine weitere Erneuerung waren die zwischen 1932 und 1947 vertriebenen „Sternschnuppchen“- und „Sternblümchen“-Puppen („Puppe XV“). Sie sollte als weiche und günstige Puppenvariante für Kleinkinder dienen. Nur die vordere Gesichtsmaske ist fest geprägt, Hinterkopf und Körper sind vollständig wattegestopft. Das Häubchen, im passenden Stoff zum Hängekleid, ist am Hinterkopf festgenäht. Zur Weihnachtszeit entstanden auch solche mit angenähten Flügeln. 

Mit der Übernahme der künstlerischen Leitung durch Hanne Kruse entstanden auch von ihr neue Modelle. So beispielsweise „Däumlinchen“, welches noch heute produziert wird. Erstmals wurde die 25cm große Puppe 1957 vorgestellt. Sie hat einen stilisierten Kopf sowie einen vollständig wattegestopften, biegsamen Körper. Ab 1960 gibt es sie auch mit dunkler Hauttönung. In den 60er Jahren folgten weitere Neuzugänge, wie das „Badebaby“ und verschiedene Spielzeuge aus Plüsch und Frottee. Mit den 1980er und 90er Jahren kamen limitierte Sonder- und Clubmodelle auf den Markt, die nochmals alte bereits eingestellte Puppenmodelle aufgriffen. 

Sie möchten Ihre Käthe-Kruse-Puppe verkaufen? Bitte sprechen Sie uns unverbindlich an. Unser Antiquitäten Ankauf hat seinen Firmensitz in Moers bei Duisburg, wir kommen aber ständig nach Essen, Bochum oder Dortmund. 

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